29. Juni - 1. Juli 2001
Markdorf, Gehrenbergsportanlagen
Markdorf (bla) VfB Friedrichshafen (A-Jugend), SG Litzelstetten (B),
FC RW Salem (C), VfB Stuttgart (D), VfB Friedrichshafen (E) und SV Amtzell (F).
So liest sich die Liste der Sieger des 10. Internationalen Jugendfußballturniers
um den KUMAgroup-Cup des SC Markdorf. Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag kämpften
ungefähr 1000 Jungkicker bei optimalen äusseren Bedingungen um die zahlreichen
Pokale, die es zu gewinnen gab. Dabei galt es insgesamt 245 Spiele bei den sechs
Einzelturnieren zu bestreiten. Kein einfaches Unterfangen, hierbei alles unter
Kontrolle zu halten. Dies gilt besonders dann, wenn - erstmalig bei diesem
Turnier - auf bis zu sechs Plätzen gleichzeitig gespielt wird, von denen zudem
zwei nicht direkt vom Wagen der Turnierleitung aus einsehbar sind. Diese
Erfahrung musste auch die Turnierleitung leidvoll machen, als man am
Samstagnachmittag kurzzeitig etwas aus dem Spielplan-Rhythmus geriet.
Den Internationalen Flair erhielt das Turnier durch die Teilnahme der D-Jugenden
des FC Wüstenrot Casino Salzburg (Österreich) , des FC St. Gallen (Schweiz)
und des FC Ensisheim (Frankreich). Dazu noch der VfB Stuttgart als Sahnehäubchen
und fertig war ein Fußballmenü der Extraklasse. Lediglich dem VfR Stockach
gelang es, in diese Phalanx einzubrechen. Im Spiel um Platz 3 unterlagen dann
die Stockacher dem FC St. Gallen mit 0:3. Im Endspiel zwischen dem FC Wüstenrot
Casino Salzburg und dem VfB Stuttgart stand es am Ende der regulären Spielzeit
0:0, sodaß die Entscheidung im Elfmeterschiessen herbeigeführt musste. Hier
behielt dann der VfB Stuttgart mit 6:5 das glückliche Ende für sich und durfte
bei der anschliessenden Siegerehrung durch den 2. Vorsitzenden der Abteilung Fußball,
Udo Jaekel, den begehrten KUMAgroup-Cup Wanderpokal in Empfang nehmen.
Für den SC Markdorf war die sportliche Bilanz nicht ganz so gut, wie man es
sich vielleicht gewünscht hätte. Als beste Platzierung konnte die diesjährige
Bezirkspokalsiegermannschaft der A-Jugend einen zweiten Platz verbuchen. Dabei
musste sie sich im Endspiel nach Siebenmeterschiessen dem VfB Friedrichshafen
mit 1:3 geschlagen geben. Ansonsten gibt es noch bei der B- und bei der F-Jugend
jeweils einen vierten Platz zu vermelden. Bemerkenswert bei der F-Jugend dabei
ist, daß sie auf dem Weg dahin insgesamt drei Siebenmeterschiessen absolvieren
musste, von denen sie das letzte aufgrund einer umstrittenen
Schiedsrichterentscheidung unglücklich verlor.
"Geschafft, drei Tage Dauerstress als Höhepunkt von wochenlanger
Vorbereitungsarbeit sind vorbei". Das mögen sich viele der Helfer gedacht
haben, die während des Turniers nahezu pausenlos im Einsatz waren. Ein Turnier
dieser Grössenordnung und mit diesem Organisationsaufwand stellt für einen
Verein wie den SC Markdorf einen gewaltigen Kraftakt dar. Ohne das Engagement,
das einige wenige der "Macher" selbstlos im Sinne des Vereins bis fast
zur Selbstaufgabe treiben, wäre so eine Veranstaltung gar nicht zu bewältigen.
Ein aufmunterndes, ehrlich gemeintes Wort der Anerkennung seitens der
Vereinsoffiziellen wäre da sicher dankbar angenommen worden, so die einhellige
Stimmung. Aber am Ende hat sich die viele Arbeit und Mühe dann doch wieder
gelohnt, wenn man in die strahlenden Augen der Jungkicker blickt und viele von
Ihnen begeistert sagen: "Nächstes Jahr sind wir wieder dabei ...".
Bericht von Ralf Blase für den Südkurier, 3.7.2001
Bitte vormerken: 11. Internationales
Jugendfußballturnier 2002
28.-30. Juni 2002
Übergabe des KUMAgroup-Cups an den VfB
Stuttgart, Sieger D-Jugend Udo Jaekel (Hintergrund) und Alois Bodenmüller (rechts)
übergeben den KUMAgroup-Cup an den VfB Stuttgart
ã Bild: Ralf Blase
(nur als Hinweis an diejenigen nichtbadischen Zeitungen, die sich ohne zu
fragen fremder Quellen bedienen)